Joseph Smith und das Buch Mormon bilden den Kernpunkt im Werk des Herrn in den Letzten Tagen. In der Bibel und im Buch Mormon wird von Joseph Smith und seinem Werk prophezeit. In Ezechiel heißt es beispielsweise:
„Das Wort des Herrn erging an mich:
Du, Menschensohn, nimm dir ein Holz, und schreib darauf: Juda und die mit ihm verbündeten Israeliten. Dann nimm dir ein anderes Holz, und schreib darauf: Josef [Holz Efraims] und das ganze mit ihm verbündete Haus Israel.
Dann füge beide zu einem einzigen Holz zusammen, so daß sie eins werden in deiner Hand.” (Ezechiel37:13-17.)
Die Bibel und das Buch Mormon sind eins in unserer Hand. Josef in Ägypten sah in einer Vision die Nephiten und prophezeite von Joseph Smith und dem Hervorkommen des Buches Mormon:
„Denn Josef hat es wahrhaftig bezeugt, nämlich: Einen Seher wird der Herr, mein Gott, sich erwecken, der ein erwählter Seher für die Frucht meiner Lenden sein soll... .
Darum soll die Frucht deiner Lenden schreiben; und die Frucht der Lenden des Juda soll schreiben; und was von der Frucht deiner Lenden geschrieben werden wird und was von der Frucht der Lenden des Juda geschrieben werden wird, das soll zusammenwachsen, damit falsche Lehren zuschanden werden und Streitigkeiten beigelegt werden und unter der Frucht deiner Lenden Friede aufgerichtet werde und sie in den Letzten Tagen ihre Väter erkennen und damit sie auch meine Bündnisse erkennen, spricht der Herr... .
Und sein Name wird nach meinem Namen genannt werden; und er wird nach dem Namen seines Vaters genannt werden. Und er wird mir gleich sein; denn das, was der Herr durch ihn zustande bringen wird – durch die Macht des Herrn wird es mein Volk zur Errettung führen.” (2. Nephi 3:6,12,15.)
Das Übersetzen des Buches Mormon war eine Art Lehre für Joseph Smith. Als der Herr ihn berief, war er noch sehr jung; er war ungebildet, von einfacher Herkunft und in den Augen der Welt nichts Besonderes. Die Beschreibung stimmt natürlich mit dem überein, was Paulus geschrieben hat: „Das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.” (1 Korinther 1:27.) Präsident Brigham Young hat erklärt, welche Eigenschaften ein Knecht Gottes unbedingt besitzen muß: „Wenn jemand ... gesunden Menschenverstand besitzt und sonst nichts vorweisen kann als Glaubenstreue und Demut, die ihn befähigen, ... Erkenntnis im Herrn zu suchen ... und auf seine Stärke zu vertrauen, so würde ich ihn jederzeit ... dem Gebildeten vorziehen.” (Versammlungsprotokoll der Kirche, 1939–1877, 23. Oktober 1859, Seite 2.)
Aber auch diejenigen, die demütig, ungebildet und belehrbar sind, brauchen einen Lehrer und auch Hilfsmittel, damit sie lernen können, was Gott für sie bereithält. Dies gilt auch für Joseph Smith. Der Heilige Geist mußte sein Lehrer sein, und die Übersetzung des Buches Mormon diente als Lehre. Denn durch das Übersetzen lernte der ungebildete junge Mann aus New York alles, was für seine Berufung als Prophet der Wiederherstellung wichtig war. Und so wie das Buch Mormon der Schlußstein unserer Religion ist, so war die Übersetzungsarbeit der Schlußstein der Ausbildung des Propheten Joseph Smith. (Siehe Ron Esplin, Privates Memorandum an den Verfasser, 2. Juni 1987.)
Das Buch Mormon war die Voraussetzung dafür, daß Joseph Smith die Lehren des Evangeliums und seine Aufgabe bei der Wiederherstellung verstehen konnte. Sicherlich hatte ihm die erste Vision deutlich gemacht, was von ihm erwartet wurde, doch erst durch die Übersetzung des Buches Mormon wurde sein Verständnis erweitert. In den vier Jahren, die vergingen, bis er die goldenen Platten erhielt, verschaffte er sich Klarheit über seine Aufgaben als Prophet; doch die endgültige Bestätigung, daß es seine Aufgabe war, die Übersetzung vorzunehmen, erhielt er möglicherweise erst, als er die Platten bereits im Besitz hatte und beauftragt wurde, die Aufzeichnungen den Menschen zugänglich zu machen.
Der Herr sprach zu ihm: „Und du hast die Gabe, die Platten zu übersetzen, und das ist die erste Gabe, die ich dir verliehen habe; und ich habe dir geboten, auf keine andere Gabe Anspruch zu erheben, bis meine Absicht hierin erreicht ist.” (LuB 5:4.) Der Herr hat ganz deutlich gemacht, daß die Gabe der Übersetzung – so wichtig sie auch sein mochte – nur die erste Gabe war, die Joseph Smith zuteil werden sollte; wenn die Übersetzung erst abgeschlossen war, sollte er noch weitere Gaben und Aufgaben erhalten.
Es ist interessant, wie rasch sich die prophetischen Aufgaben Joseph Smiths nach der Übersetzung und Veröffentlichung des Buches Mormon entfalteten. Die Vollmacht des Priestertums und viele Evangeliumslehren wurden noch während der Übersetzungsperiode wiederhergestellt. Doch als die Übersetzung beendet war, wurden unverzüglich die ersten Missionare ausgesandt, und die Kirche wurde gegründet. Daraus können wir sicherlich schließen, daß das Buch Mormon notwendig war, um den prophetischen Mantel des Propheten Joseph Smith zu weben, aber auch, um die Grundlage für die Wiederherstellung der Evangeliumszeit der Fülle zu schaffen.
Beim Hervorbringen des Buches Mormon lernte der junge Joseph Smith Zeile um Zeile alles, was er wissen mußte, so daß er der Prophet der Wiederherstellung werden konnte. Und doch setzte sich seine Ausbildung über die Übersetzungsperiode hinaus während der späteren Aufgaben und Erlebnisse fort. Seine Aufgaben wurden ihm immer deutlicher bewußt. Sicherlich lernte er viel durch die Weihung des Kirtland-Tempels und die Erscheinungen, die in Abschnitt 110 im Buch Lehre und Bündnisse festgehalten sind. Doch seine Aufgabe im Zusammenhang mit dem Buch Mormon war die Grundlage, von der aus er das Werk voranbringen konnte. Die Aufforderung in der Bibel: „Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf” (Jakobus 1:5) drängte Joseph Smith dazu, in den heiligen Wald zu gehen und dort um Errettung und Erleuchtung zu bitten.
Gleichermaßen führten die eindrucksvollen Stellen im Buch Mormon, wo es um Glauben, Umkehr und die Taufe ging, zu wieder neuen Fragen, die reiche Frucht brachten, nämlich das Erscheinen von Johannes dem Täufer, die Wiederherstellung des Priestertums und dessen Schlüssel, das Kommen des Elija und das Erscheinen anderer Boten vom Himmel.
Es war doch nur zu erwarten, daß die Angriffe auf den Propheten Joseph Smith und das Buch Mormon zunahmen. Der Satan greift uns im Kernpunkt der Wiederherstellung und unseres Glaubens an, nämlich beim Propheten Joseph Smith und der Aufgabe, die Gott ihm übertragen hat. Für jeden gerecht denkenden Menschen sind seine inspirierten Werke mehr als ausreichend, um ihn als großen Propheten auszuzeichnen. Seine Mission ist ein Vermächtnis, dessen Bedeutung immer klarer hervortritt, je mehr die Forscher über die Wurzeln dessen erfahren, was er in seiner ganzen Fülle wiederhergestellt hat.
Niemand muß behaupten wollen, Joseph Smith sei vollkommen gewesen, so wie der Erretter vollkommen war. Im Gegenteil — seine menschliche Natur war mit ausschlaggebend für seine Kraft und Glaubwürdigkeit. Er gab niemals vor, vollkommen zu sein, und deshalb dürfen wir ihn nicht als vollkommenen Menschen darstellen wollen, denn so hat er sich selbst niemals gesehen. Ihm war vielmehr bewußt, daß er nur ein sterblicher Mensch war, der menschliche Empfindungen und Unvollkommenheiten besaß; er bemühte sich jedoch redlich, die ihm von Gott übertragene Aufgabe zu erfüllen. In einer Ansprache vor Mitgliedern der Kirche, die am 29. Oktober 1842 in Nauvoo ankamen, sagte der Prophet über sich: „Ich sagte ihnen, auch ich sei nur ein Mensch, und sie dürften nicht erwarten, daß ich vollkommen sei. Wenn sie von mir Vollkommenheit erwarteten, würde ich diese auch von ihnen erwarten; wenn sie aber meine Schwächen und die der Brüder ertragen wollten, würde auch ich ihre Mängel ertragen.” (Lehren des Propheten Joseph Smith, Seite 273.)
Joseph Smith hat auch die liebevollen Zurechtweisungen des Herrn genau aufgeschrieben, und schon allein daran wird deutlich, daß er nicht aus selbstsüchtigen Beweggründen handelte. Ein Beispiel hierfür findet sich in LuB 5:21: „Und nun gebiete ich dir, mein Knecht Joseph, umzukehren und noch untadeliger vor mir zu wandeln und menschlicher Überredung nicht mehr nachzugeben.”
Niemand befindet sich wirklich auf dem Weg zur Bekehrung, wenn er nicht wenigstens den Hauch eines Zeugnisses davon hat, daß Joseph Smith ein Prophet Gottes war und daß das Buch Mormon ein weiterer Zeuge für Jesus Christus ist. Darüber hinaus müssen die Mitglieder der Kirche noch andere unumstößliche Lehren anerkennen, die die Missionare verkündigen müssen, nämlich folgende:
1. Jesus ist der Christus, der Erretter und Erlöser aller Menschen, und zwar durch sein Sühnopfer.
2. Durch Joseph Smith, einen Propheten Gottes, wurde das Evangelium Jesu Christi in seiner ganzen Fülle wiederhergestellt.
3. Das Buch Mormon ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.
4. Nach Joseph Smith haben alle Präsidenten der Kirche die Schlüssel und die Vollmacht besessen, die durch Joseph Smith wiederhergestellt worden waren.
5. Heute (1996) ist Gordon B. Hinckley der Prophet, Seher und Offenbarer für die Welt.
Das Buch Mormon wird manchmal auch nur kurz als „das Wort” bezeichnet. Alma hat das Wort mit einem Samenkorn verglichen. Wenn sich jemand zum Evangelium bekehrt, wird ihm dieses Samenkorn ins Herz gepflanzt. Dort beginnt es zu schwellen; es erweitert ihm die Seele und erleuchtet sein Verständnis. (Siehe Alma 32:28.) Das Wort und unser Glaube an das Wort lassen sich mit einer Treppe vergleichen. Im Buch ,Lehre und Bündnisse' heißt es:
„Denn das Wort des Herrn ist Wahrheit, und was Wahrheit ist, das ist Licht, und was Licht ist, das ist Geist, ja, der Geist Jesu Christi.
Und der Geist gibt jedem Menschen, der auf die Welt kommt, Licht; und der Geist erleuchtet jeden Menschen auf der Welt, der auf die Stimme des Geistes hört.” (LuB 84:45,46.)
Man kann gar nicht deutlich genug sagen, wie wichtig das Buch Mormon für das Werk der Letzten Tage ist. Präsident David O. McKay hat einmal von seinem Vater, Bischof David McKay erzählt, der 1881 auf Mission berufen wurde, und zwar in seine Heimat Schottland. Dort leistete er gute Arbeit und präsidierte über den Distrikt Glasgow. Im genannten Jahr gab es dort viel Verfolgung, und wo immer er auch predigen wollte, wandten sich die Menschen von ihm ab. Sie waren negativ gegenüber allem eingestellt, was mit unserem Glauben und seinem Ursprung zu tun hatte. Wenn nur der Name Joseph Smith genannt wurde, kam es schon zu Aufruhr. Präsident McKay erzählt:
„Eines Tages sagte mein Vater sich, es sei sicher am besten, wenn er den Menschen nur einfache Grundsätze vermittle wie beispielsweise das Sühnopfer des Herrn Jesus Christus und die ersten Grundsätze des Evangeliums und nicht von der Wiederherstellung Zeugnis gebe. Doch schon nach etwa einem Monat fühlte er sich niedergeschlagen und deprimiert und konnte den Heiligen Geist nicht mehr spüren. Er wußte nicht recht, woran das lag, doch sein Sinn verfinsterte sich; sein Geist wurde deprimiert; seine Niedergeschlagenheit nahm zu und er hatte keine Lust mehr zum Arbeiten. Dieses Gefühl wurde immer stärker, bis es ihn schließlich so schwer belastete, daß er sich an den Herrn wandte und sagte: Wenn es mir nicht gelingt, dieses Gefühl zu vertreiben, muß ich nach Hause fahren. Ich kann so nicht weitermachen, denn auf diese Weise kann ich nichts bewirken.'
Diese Niedergeschlagenheit hielt an, bis Vater sich schließlich nach einer schlaflosen Nacht noch vor Morgengrauen entschloß, in einer Höhle in der Nähe des Strandes Zuflucht zu suchen, wo er völlig von der Welt abgeschieden war. Dort konnte er Gott seine Seele ausschütten und ihn fragen, warum er so niedergeschlagen sei, was er getan habe und was er tun könne, um dieses Gefühl abzuschütteln und seine Aufgabe fortzuführen. Er machte sich also im Dunkeln auf den Weg. Er hatte es so eilig, zur Höhle zu kommen, daß er zu laufen begann... .
Irgend etwas schien ihn voranzutreiben; es mußte ihm endlich gelingen, die Last abzuwerfen. Kaum hatte er die Höhle beziehungsweise den Eingang zur Höhle erreicht, da fragte er schon: ,O Vater, was kann ich tun, um dieses Gefühl zu vertreiben? Ich muß es abschütteln, denn sonst kann ich meine Aufgabe nicht fortführen.' Da hörte er eine Stimme klar und deutlich sagen, so klar und deutlich, wie ich heute zu Ihnen spreche: ,Gib Zeugnis, daß Joseph Smith ein Prophet Gottes ist.' Plötzlich fiel ihm ein, was er vor etwa sechs Wochen aus taktischen Gründen beschlossen hatte. Der Gedanke überwältigte ihn, und ihm wurde bewußt, daß er ja eine ganz besondere Aufgabe zu erfüllen hatte. Dieser Aufgabe hatte er aber nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Da schrie er im Herzen: ,Herr, es ist genug!, und ging nach Hause."
Präsident McKay fährt fort: ,Wer ihn kennt, weiß, was er geleistet hat." (Cherished Experiences from the Writings of President David O. McKay, zusammengestellt von Clare Middlemiss, Salt Lake City, 1976, Seite 11,12.)
Präsident Ezra Taft Benson hatte ein ähnliches Erlebnis, als er 1923 in South Shields in England auf Mission war. Er berichtet:
,Wir fasteten und beteten aufrichtig darum, nur das zu sagen, was den Untersuchern ins Herz dringen möge. Dann gingen wir zur Abendmahlsversammlung. Mein Mitarbeiter hatte vor, über den ersten Grundsatz des Evangeliums zu sprechen, und ich wollte mich in meiner Rede auf den Abfall vom Glauben konzentrieren.
Der Raum war voll, und während der Versammlung herrschte ein wunderbarer Geist. Mein Mitarbeiter sprach zuerst und hielt eine inspirierende Rede. Dann war ich an der Reihe. Ich sprach mit einer Freiheit, die ich vorher noch niemals empfunden hatte. Als ich mich niedersetzte, fiel mir auf, daß ich den Abfall vom Glauben nicht mit einem einzigen Wort erwähnt hatte. Statt dessen hatte ich über den Propheten Joseph Smith gesprochen und Zeugnis von der Mission, die Gott ihm übertragen hatte, und von der Wahrheit des Buches Mormon gegeben. Nach der Versammlung kamen mehrere Nichtmitglieder zu uns und sagten: ,Heute ist uns das Zeugnis zuteil geworden, daß Ihre Kirche wahr ist. Wir sind bereit, uns taufen zu lassen.."` (Ensign, Juli 1987, Seite 8f.)
Der Schlußstein hält den Mauerbogen zusammen; ohne Schlußstein würde der gesamte Bogen einstürzen. Warum ist das Buch Mormon der Schlußstein unserer Religion? Weil es der Kernpunkt unserer Geschichte und unserer Theologie ist! Es enthält die Worte für diese Evangeliumszeit. Es gab nichts, was damals wichtiger gewesen wäre als die Übersetzung und Veröffentlichung des Buches Mormon. Alles andere mußte warten, bis diese Aufgabe vollbracht war. Vor der Veröffentlichung des Buches Mormon gab es keine Apostel. Zehn Tage nach der Veröffentlichung des Buches Mormon wurde die Kirche gegründet. Vor der Missionsarbeit stand die Veröffentlichung des Buches Mormon, denn Samuel Smith brauchte ja das Buch Mormon, um als erster Missionar der Kirche ausgehen zu können. Aus Abschnitt 17 und 20 im Buch ,Lehre und Bündnisse' erfahren wir, daß die führenden Brüder erst dann genau wußten, daß das Werk der Letzten Tage ihnen von Gott übertragen worden war, als die Übersetzung des Buches Mormon abgeschlossen war.
Als ich als junger Mann auf Mission war, ist auch mir bewußt geworden, wie wichtig die prophetische Mission Joseph Smiths und das Buch Mormon für die Missionsarbeit sind. Wm. Grant Bangerter, Lynn A. Sorensen und ich waren zusammen mit anderen engagierten jungen Männern vor etwa einem halben Jahrhundert auf Mission in Brasilien. Das war damals noch reine Pionierarbeit. Während eines ganzen Jahres bekehrten wir nur drei Menschen zum Evangelium. 1986 hingegen bekehrten sich in Brasilien 22109 Menschen zum Evangelium. Heute gibt es dort mehr als 100 Zionspfähle. Und in der Stadt, wo Wm. Grant Bangerter und ich damals gearbeitet und die ersten Mitglieder für die Kirche gewonnen haben, gibt es heute allein fünf Pfähle.
Was ist heute anders als damals? Warum war der Anfang so schwer? Warum ist der Erfolg heute so groß? Es lag sicherlich zum größten Teil daran, daß wir nur die Bibel hatten. Vom Buch Mormon konnten wir nur in einer fremden Sprache Zeugnis geben. Anders als Samuel Smith hatten wir das Buch Mormon nicht und konnten es daher auch nicht an interessierte Untersucher weitergeben. Erst als das Buch Mormon in portugiesischer Sprache veröffentlicht worden war, begannen die Menschen in großer Zahl, sich zur Kirche zu bekehren. Der Herr hat ganz deutlich gesagt, daß die Menschen dieser Generation unter einem Schuldspruch stehen, „bis sie umkehren und sich an den neuen Bund erinnern, nämlich das Buch Mormon” (LuB 84:57).
In Abschnitt 135 im Buch ,Lehre und Bündnisse' schrieb John Taylor bezüglich des Märtyrertodes des Propheten Joseph Smith und des Patriarchen Hyrum Smith in Carthage, Illinois, am 27. Juni 1844: Joseph Smith, der Prophet und Seher des Herrn, hat mehr für die Errettung der Menschen in dieser Welt getan als irgendein anderer Mensch, der je auf Erden gelebt hat — Jesus allein ausgenommen." (LuB 135:3.)
Präsident Brigham Young, der mit dem Namen Joseph Smiths auf den Lippen starb, sagte: „Ich achte und ehre den Namen Joseph Smiths. Ich freue mich, wenn ich ihn höre; er bedeutet mir viel. Ich liebe seine Lehre.... Am liebsten würde ich unablässig jubeln, wenn ich daran denke, daß ich Joseph Smith, den Propheten, den der Herr erweckt hatte, gekannt habe. ... Ich bin so kühn zu behaupten, daß es — Jesus Christus allein ausgenommen — keinen besseren Menschen hier auf der Erde gegeben hat. Ich bin sein Zeuge.” (Discourses of Brigham Young, zusammengestellt von John A. Widtsoe, Salt Lake City, 1978, Seite 458f.)
Mögen wir alle seine Zeugen sein. Möge unser Leben Zeugnis vom Evangelium Jesu Christi geben, das Joseph Smith wiederhergestellt hat. Möge unser Zeugnis eindrucksvoll und überzeugend widerspiegeln, daß Joseph Smith der größte Prophet war, der je auf der Erde gelebt hat, und daß er das Buch Mormon hervorgebracht hat. Das Wort des Herrn an Joseph Smith ist wahrhaft in Erfüllung gegangen:
„Die Enden der Erde werden sich nach deinem Namen erkundigen, und Narren werden dich verspotten, und die Hölle wird gegen dich wüten, während die Herzensreinen, die Weisen und die Edlen und die Tugendhaften beständig nach Rat und Vollmacht und Segnungen von dir trachten werden.” (LuB 122:1,2.)
Präsident James E. Faust, Februar 1996
Querverweise (Trackbacks) |
Noch keine vorhanden.

