Herrliche Aufzeichnungen | 11:11 |
Das Buch Mormon ist mehr als ein Buch, das uns ein gutes Gefühl vermittelt. Es ist vielmehr heilige Schrift, die uns hilft, Gutes zu tun.
Wir erleben das Heraufdämmern eines helleren Tages. Die Propheten der Letzten Tage haben einen Ruf ergehen lassen, der sich für immer auf die Kirche und damit auch auf die Welt auswirkt. Klar und deutlich fordern sie uns auf, eine Gabe Gottes anzunehmen, die uns zwar schon seit vielen Jahren zur Verfügung steht, die aber einige bisher offensichtlich nicht annehmen konnten oder wollten. Diese Gabe ist das Buch Mormon.
Treu zur Wiederherstellung stehen
Wenn die Propheten über das Buch Mormon sprachen, haben sie häufig auf einen aufwühlenden Vers in der heiligen Schrift Bezug genommen. Der Herr hat nämlich im Jahr 1832 folgendes gesagt:
„Und in der Vergangenheit ist euer Verstand verfinstert gewesen wegen eures Unglaubens und weil ihr mit dem, was ihr empfangen habt, leichtfertig umgegangen seid;
und diese Anmaßung und Ungläubigkeit haben die ganze Kirche unter Schuldspruch gebracht.” (LuB 84:54,55.)
Die Anmaßung und Ungläubigkeit, von der hier die Rede ist, beziehen sich auf etwas, was Gott uns geschenkt hat, das wir wohl aber eher für unwichtig gehalten haben. „Dieser Schuldspruch”, so fährt der Herr fort, „liegt nun auf den Kindern Zion, ja, auf allen.
Und sie werden unter diesen Schuldspruch bleiben, bis sie umkehren und sich an den neuen Bund erinnern, nämlich das Buch Mormon und die bisherigen Gebote, die ich ihnen gegeben habe.” (LuB 84:57.)
Die Mitglieder waren sicherlich im Vorfeld dieser Offenbarung häufig ermahnt worden, nicht leichtfertig mit dein umzugehen, was der Herr ihnen geschenkt hatte. Leman Copley beispielsweise, der vorher zu den Shakern gehört und sich dann zur Kirche bekehrt hatte, wurde aufgefordert: „Und mein Knecht Leman soll zu dieser Arbeit ordiniert werden, damit er gründlich mit ihnen (seinen früheren Glaubensgenossen] reden kann — nicht gemäß dem, was er von ihnen empfangen hat, sondern gemäß dem, was er von euch, meinen Knechten, gelehrt bekommt; und wenn er das tut, werde ich ihn segnen, sonst aber wird er nicht gedeihen.” (LuB 49:4)
Leman Copley sollte bi seiner Missionsarbeit also nicht auf das eingehen, was er als Shaker gelernt hatte, sondern auf das, was er als Heiliger der Letzten Tage gelernt hatte. Ein Vorfall, der sich später zutrug, macht deutlich, wie wichtig dieser Grundsatz ist. Parley P. Pratt schrieb nieder, was Joseph Smith und Sidney Rigdon auf einer Versammlung gesagt hatten:
„Eine große Kirche wurde geöffnet, so daß [Joseph Smith] darin predigen konnte, und etwa dreitausend Menschen strömten herbei, um ihn sprechen zu hören. Bruder Rigdon sprach zuerst und erklärte das Evangelium anhand der Bibel. Als er fertig war, erhob sich Joseph Smith – wie ein Löwe, der zum Brüllen ansetzt. Vom Heiligen Geist erfüllt sprach er mit großer Macht und gab Zeugnis von den Visionen, die er geschaut hatte, und vom Dienst von Engeln, der ihm zuteil geworden war. Er erzählte, wie er die goldenen Platten des Buches Mormon gefunden und durch die Gabe und Macht Gottes übersetzt hatte. Er begann seine Rede mit folgenden Worten: Wenn niemand sonst den Mut hat, von dieser herrlichen Botschaft vom Himmel und vom Hervorkommen dieser herrlichen Aufzeichnungen Zeugnis zu gehen, so müsse er es tun, denn das sei er den Menschen schuldig; dann werde er den Rest Gott überlassen.."` (Autobiography of Parley P. Pratt, Salt Lake City, 1938, Seite 298f.)
Das war nicht der Zeitpunkt, um eine Rede zu halten, die jeder andere Geistliche aus jeder beliebigen anderen Kirche auch hätte halten können. Die Offenbarung, die ihm zuteil geworden war, war anders, und auch sein Zeugnis war anders. Und was geschah aufgrund seiner Rede in Philadelphia? „Alle Versammelten waren höchst erstaunt, ja, geradezu elektrisiert; sie spürten übermächtig, mit welcher Macht er sprach und daß seine Worte wahr waren. Sie fühlten die Wunder, von denen er berichtete. ... Zahlreiche Menschen in Philadelphia und Umgebung ließen sich taufen.” (Ibid., Seite 299.)
Wir müssen uns vor der Neigung hüten, in der Vergangenheit leben zu wollen. Dieses Problem kannte übrigens auch der Apostel Paulus. Wie viele seiner Zeitgenossen lebte auch Paulus noch in einer Evangeliumszeit, die längst vergangen war. Ehe er sich zum Herrn bekehrte, hatte er sich geweigert, die zeitgenössische Offenbarung anzunehmen, und die alten Offenbarungen vorgezogen. Aber als „Paulus sein Leben änderte, konnte er dem damaligen Werk des Herrn von Nutzen sein, und sein Wissen und seine Erfahrungen mündeten ein in die Evangeliumszeit, in der er lebte. Wie aber steht es mit uns? ... Haben wir den Geist der Wiederherstellung wahrhaft in uns aufgenommen? Oder messen wir das Buch Mormon noch immer an der Bibel und den Aufzeichnungen aus alter Zeit? ... Wir wollen nicht in einer Evangeliumszeit leben, die längst vorüber ist.... Wir müssen vielmehr sicherstellen, daß der Weg, den wir gemeinsam und als einzelner beschreiten, hin zum Neuen Jerusalem führt und nicht zurück nach Athen oder Rom." (Robert J. Matthews, „What Is a Religious Education?”, Ansprache an der Brigham-Young-Universität, 31. August 1989.)
Worin besteht der Schuldspruch?
In den Augen des Herrn scheint es ein ernsthafter Verstoß zu sein, wenn jemand es versäumt, die Botschaft von der Wiederherstellung zu verkündigen. Warum? Erstens kann dies dazu führen, daß uns der Geist des Zeugnisses versagt bleibt. Im Frühjahr 1984 sprach Elder Bruce R. McConkie vom Kollegium der Zwölf Apostel vor einer kleinen Gruppe Religionserzieher und gab seiner Besorgnis Ausdruck, daß es uns so sehr darum geht, in einer uns feindlich gesinnten Welt als Christen anerkannt zu werden, daß wir geneigt sind, das Buch Mormon und die Wiederherstellung auszuklammern, um Freunde zu gewinnen und zu zeigen, daß wir gar nicht so viel anders sind als sie. Er ging auch darauf ein, daß wir nur dann, wenn wir liebevoll und demütig auf die Unterschiede hinweisen – die ja tatsächlich vorhanden sind –, in großer Zahl gute Menschen bekehren können, so wie der Herr und seine Propheten es uns in Aussicht gestellt haben.
Der Schuldspruch, von dem der Herr im Buch ,Lehre und Bündnisse' spricht, läßt sich im weiteren Sinne auch darauf beziehen, daß uns größere geistige Macht vorenthalten wird. Wer das, was der Herr im Buch Mormon sagt, nicht anwendet, kommt vielleicht nicht in den vollständigen Genuß der Eingebungen des Heiligen Geistes. Er spürt nicht die Energie des Glaubens, die dieses Buch übertragen kann, nämlich eines Glaubens, der unsere Entschlußkraft festigt und uns in schwierigen Zeiten Mut verleiht. In dem Maße, wie jemand das Buch Mormon vernachlässigt, wird er auch die Logik und die Kraft zur Verwandlung, die das Buch Mormon ausstrahlt, nicht in Herz und Sinn spüren können. Das kann dazu führen, daß sein Urteilssinn getrübt wird und er nicht mehr richtig fühlt, was falsch beziehungsweise bedeutungslos ist. Der Schuldspruch, von dem der Herr spricht, kann sich auch sehr gut auf Rechte im zukünftigen Leben beziehen, die uns noch zuteil werden müssen. Präsident Ezra Taft Benson hat gewarnt: „Unsere Familien sind nicht stark genug, solange wir unsere Kinder nicht [mit Hilfe des Buches Mormon] zu Christus führen. Sie laufen Gefahr, von weltlichen Trends und Lehren auseinandergerissen zu werden, solange wir nicht wissen, wie wir das Buch Mormon nutzen können, um falsche Lehren in den Bereichen Gesellschaft, organische Entwicklung, Rationalismus, Humanismus usw. bloßzustellen und zu bekämpfen. Unsere Missionare sind nicht erfolgreich genug, solange sie nicht mit dem Buch Mormon ,hinzischen`. ... Der Heilige Geist ist in unserem Unterricht nicht so stark anwesend, wie es der Fall wäre, wenn wir das Buch Mormon als Banner aufrichteten.” (A Witness and a Warning: A Modern-day Prophet Testifies of the Book of Mormon, Salt Lake City, 1988, Seite 6.)
Die Verheißung des Herrn ist klar und deutlich: „Denn ich will euch eure Sünden mit diesem Gebot vergeben: daß ihr in eurem Sinn standhaft bleibt, voll Ernst und im Geist des Betens, und indem ihr aller Welt Zeugnis gebt von dem, was euch mitgeteilt wird. (LuB 84:61)
Für unsere Zeit geschrieben
In der Bibel gibt es nur wenige Hinweise darauf, daß die Propheten für eine andere Zeit geschrieben hätten als ihre eigene Zeit. Zwar haben unter anderem Jesaja, Daniel, Paulus und Johannes die ferne Zukunft geschaut, doch geschrieben haben sie für ihre Zeitgenossen. Niemals haben sie sich direkt an die Menschen gewandt, die später einmal ihre Schriften lesen sollten.
Im Buch Mormon ist das ganz anders! Es wurde von Männern geschrieben, die unsere Zeit sahen und sich mir Themen auseinandersetzten, die für uns wichtig sein sollten. Moroni hat ganz deutlich gesagt, welche Bedeutung das Buch Mormon für die heutige Zeit hat: „Siehe, ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig, und doch seid ihr es nicht.
Aber siehe, Jesus Christus hat euch mir gezeigt, und ich weiß, was ihr tut." (Mormon 8:35.)
Präsident Benson hat erklärt, daß die Männer, die einen Auszug aus den Platten anfertigten, „die Geschichten, Reden und Ereignisse auswählten, die den größten Nutzen für uns haben.... Sie haben unsere Zeit gesehen und das ausgewählt, was am wertvollsten für uns ist. Müssen wir diesen Gedanken da nicht beim Studium des Buches Mormon im Hinterkopf behalten? Wir müssen uns unablässig fragen: Warum hat der Herr Mormon (oder Moroni oder Alma) inspiriert, dies in die Aufzeichnungen aufzunehmen? Was kann ich daraus lernen? Wie hilft mir das, heute zu leben?”` (A Witness and a Warning, Seite 19f.)
Jede heilige Schrift ist inspiriert. Aber das Buch Mormon strahlt etwas ganz Besonderes aus. Präsident Benson hat gesagt: „Das Buch Mormon ist mehr. Dort ist Kraft vorhanden, die auf Sie übergeht, sobald Sie ernsthaft darin lesen ... Die heilige Schrift wird auch als die Worte des Lebens' bezeichnet (siehe LuB 84:85), und das gilt für keine heilige Schrift mehr als für das Buch Mormon. Wenn Sie anfangen, nach diesen Worten zu hungern und zu dürsten, dann werden Sie Leben finden, und zwar Leben in immer größerer Fülle.” (A Witness and a Warning, Seite 21f.)
Das Buch Mormon ist mehr als ein Buch, das uns ein gutes Gefühl ° vermittelt. Es ist vielmehr heilige Schrift, die uns hilft, Gutes zu tun. Es ist mehr als die Einladung, zu Christus zu kommen; es zeigt uns auch, wie wir dieses Recht wahrnehmen können. Es ist mehr als ein Buch über Religion – es ist Religion. Der Herr hat gesagt:
„Und sie werden unter diesem Schuldspruch bleiben, bis sie umkehren und sich an den neuen Bund erinnern, nämlich das Buch Mormon und die bisherigen Gebote, die ich ihnen gegeben habe – daß sie gemäß dem, was ich geschrieben habe, nicht nur reden, sondern tun,
daß sie Früchte hervorbringen, die dem Reich ihres Vaters angemessen sind; andernfalls bleibt es weiterhin so, daß über die Kinder Zion eine Geißel und ein Strafgericht ausgegossen werden sollen.” (LuB 84:57,58)
Es reicht nicht, nur im Buch Mormon zu lesen; wir müssen auch danach leben!
Unsere Errettung steht auf dem Spiel
Während der Generationen, die auf Lehis Ankunft in Amerika folgten, schwangen inspirierte Könige und Propheten das Schwert Labans, um ihr Volk zu verteidigen. Dieses Schwert war ein Zeichen; es sollte die Menschen nämlich daran erinnern, daß sie nur durch die Hilfe des Herrn aus der Hand ihrer Feinde errettet werden konnten. Das gilt sowohl für den einzelnen als auch für ein ganzes Volk. Das Schwert stand aber noch für etwas anderes — für den Preis, der für heilige Schrift und geistiges Leben zu zahlen ist. Die Lehiten brauchten nämlich die Messingplatten, um sich ihre Sprache und ihre Religion bewahren zu können. Doch dem stellte sich ein schlechter Mensch in den Weg. Daher gebot der Herr dem Nephi, Labans Blut zu vergießen, um die heiligen Aufzeichnungen an sich zu bringen. Niemand kann die heilige Schrift erlangen und bewahren, ohne dafür einen Preis zu zahlen.
Das gilt auch für das Buch Mormon. Zuviel Blut ist im Verlauf der Jahrhunderte vergossen worden, zu viele Tränen sind geflossen, zu groß ist der Preis, der für das Buch Mormon gezahlt wurde, als das wir es vernichten, beiseite legen oder ignorieren dürften. Gott selbst hat feierlich Zeugnis vom Buch Mormon gegeben: „Und er [Joseph Smith] hat das Buch übersetzt, nämlich den Teil, den ich ihm geboten habe, und so wahr euer Herr, ja, euer Gott lebt, ist es wahr.” (LuB 17:6)
Oder um es mit den Worten eines neuzeitlichen Apostels zu sagen: „Das ist Gottes Zeugnis vom Buch Mormon. Gott selbst hat gesagt, daß dieses Buch von ihm stammt. Wenn dieses Buch nicht wahr ist, dann hört Gott auf, Gott zu sein. Es gibt bei Gott und den Menschen keine eindrucksvolleren Worte.” (Bruce R. McConkie, Ensign, Mai 1982, Seite 33.) Und Präsident Ezra Taft Benson hat gefragt: „Hat es Konsequenzen für die Ewigkeit, wie wir das Buch Mormon annehmen? Ja natürlich; es kann für uns entweder Segen oder Schuldspruch bewirken.” (A Witness and a Warning, Seite 7.)
Hier steht unsere Errettung auf dem Spiel. Moroni hat das ganz deutlich gemacht, als er die Aufzeichnungen beendet hatte und versiegelte: „Ich fordere euch auf, daran zu denken; denn die Zeit kommt schnell, da ihr wissen werdet, daß ich nicht lüge, denn ihr werdet mich vor dem Gericht Gottes sehen; und der Herr Gott wird zu euch sprechen: Habe ich euch nicht meine Worte verkündet, die von diesem Mann niedergeschrieben worden sind wie von einem, der von den Toten her schreit, ja, wie von einem, der aus dem Staupe redet?" (Moroni 10:27.)
Das Buch Mormon verlangt von jedem, der nicht unserem Glauben angehört, eine Entscheidung. Entweder ist es vom Himmel gekommen, oder es ist nicht vom Himmel gekommen. Wer nach Errettung sucht, muß sich ganz pragmatisch mit diesem Punkt auseinandersetzen; er kann diese Frage nicht einfach mit einer Handbewegung abtun. Präsident Ezra Taft Benson hat deutlich gemacht, was für die Mitglieder gilt: „Jeder Heilige der Letzten Tage muß sein ganzes Leben lang im Buch Mormon studieren, weil er sonst seine Seele in Gefahr bringt und das vernachlässigt, was ein geistiges und intellektuelles Band um sein Leben schlingen könnte.” (A Witness and a Warning, Seite 7,8.)
Die Mitglieder, das Buch Mormon und die Zukunft
Aufgrund der Aufforderung ihres Propheten haben viele tausend Heilige der Letzten Tage damit begonnen, im Buch Mormon zu forschen; viele haben auch begonnen, seine leise, doch gewiß heilig machende Kraft zu spüren. Sie haben begonnen, sich nach mehr Rechtschaffenheit zu sehnen und nach dem, was geistig ist; sie nehmen ihre Mitmenschen anders wahr und verabscheuen die Sünde. Viele haben sich dem Herrn unterworfen; sie möchten seine Wege kennenlernen und seinen Willen tun. Für sie gilt der Schuldspruch gewiß nicht mehr.
„Ich werde Rechtschaffenheit aus dem Himmel herabsenden”, hat der Herr dem Henoch verheißen, „und Wahrheit werde ich aus der Erde hervorgehen lassen, Zeugnis zu geben von meinem Einziggezeugten, von seiner Auferstehung von den Toten, ja, und auch von der Auferstehung aller Menschen; und Rechtschaffenheit und Wahrheit werde ich über die Erde strömen lassen wie eine Flut, um meine Auserwählten aus den vier Teilen der Erde an eine Stätte zu sammeln, die ich bereiten werde, eine heilige Stadt, damit mein Volk sich die Lenden gürte und ausschaue nach der Zeit meines Kommens; denn dort soll meine heilige Wohnstätte sein, und sie wird Zion heißen, ein neues Jerusalem.” (Mose 7:62.)
Aber eine solche Segnung wird uns nicht ohne Widerstand zuteil. Bei den Gleichgültigen und den Gottlosen herrschen Unwissenheit und Vorurteile. Und doch wird das Werk des Herrn mit dem Buch Mormon als Banner für die Nationen voranschreiten. Moroni hat Joseph Smith erklärt: „Und wer nicht auf Fels gebaut ist, wird versuchen, diese Kirche zu vernichten; doch je mehr Widerstand ihr entgegengebracht wird, desto schneller wächst sie.” (Messenger and Advocate, 2:199.)
Alle heiligen Schriften zeugen von der gefährlichen Zeit, die vor uns liegt, wo Schlechtigkeit zunehmen und Boshaftigkeit sich vervielfachen wird, ehe der Menschensohn wiederkehrt, um als König der Könige und Herr der Herren zu herrschen. Doch vorher werden die Stolzen und die Schlechten wie Stoppeln brennen; diejenigen aber, die den Namen des Herrn auf sich genommen haben, werden an heiliger Stätte in Sicherheit sein. Denn nur diejenigen, die sich heilig gemacht haben – die ihr Herz Gott hingegeben haben (siehe Helaman 3:35), deren Auge nur auf die Herrlichkeit Gottes gerichtet ist (siehe LuB 88:67,68) und die wie Gott nur mit Abscheu auf Sünde blicken (siehe Alma 13:12) – werden dem Angriff standhalten können, den der Satan gegen sie unternehmen wird. Ich bin fest davon überzeugt, daß das Buch Mormon zu den wenigen Stützen gehören wird, an denen wir uns an jenem zukünftigen Tag festhalten können.
Möge Gott uns die Kraft geben, mit dieser zeitlosen heiligen Schrift angemessen umzugehen. Dann können wir unsere Seele für immer mit denjenigen zur Ruhe betten, die einen so hohen Preis dafür gezahlt haben, das Buch Mormon zu bewahren und hervorzubringen.
Robert L. Millet, Februar 1996
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