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Präsident Thomas S. Monson bezeugt, dass das Buch Mormon uns unter der Führung Christi als Heilige Schrift zuteil wurde.

Auch Jeffrey Holland bestätigt das Buch Mormon als Heilige Schrift
Über die Urheberschaft – und damit den göttlichen Ursprung – des Buches Mormon ist schon viel gesagt worden. Überhaupt ist viel über das Buch Mormon gesagt worden, seit es am 26. März 1830 in der alten Druckerei E. B. Grandin in Palmyra im Bundesstaat New York zum erstenmal aus der Druckmaschine kam.
Ich möchte eine bedeutungsvolle Aussage von Präsident Ezra Taft Benson zitieren: „Das Buch Mormon ist der Schlußstein unseres Zeugnisses. So wie der Gewölbehogen in sich zusammenfällt, wenn der Schlußstein entfernt wird, so steht oder fällt die ganze Kirche mit der Echtheit des Buches Mormon. Die Feinde der Kirche verstehen das nur zu gut. Darum tun sie alles Mögliche, um das Buch Mormon als falsch hinzustellen, denn wenn das Buch Mormon in Mißkredit gebracht werden kann, dann fällt auch der Prophet Joseph Smith. Dann fällt auch unser Anspruch auf das Priestertum, auf Offenbarung und auf die Wiederherstellung der Kirche. Wenn aber analog dazu das Buch Mormon wahr ist – und Millionen haben Zeugnis gegeben, daß der Geist ihnen bezeugt hat, daß es tatsächlich wahr ist –, dann muß man die Wiederherstellung akzeptieren und alles, was damit einhergeht.
Ja, das Buch Mormon ist der Schlußstein unserer Religion: der Schlußstein unseres Zeugnisses, der Schlußstein unserer Lehre und der Schlußstein im Zeugnis vom Herrn und Erretter.” („Das Buch Mormon – der Schlußstein unserer Religion", Der Stern, Januar 1987, Seite 4.)
Wenn ein so bemerkenswerter Mann eine so unerschrockene Behauptung aufstellt, deren tieferer Sinn geradezu überwältigend ist, daß nämlich alles in der Kirche – wirklich alles – mit der Echtheit des Buches Mormon steht oder fällt, wobei man ohne weiteres sagen kann, daß der Bericht des Propheten Joseph Smith über das Hervorkommen des Buches Mormon einen schon in Erstaunen versetzen kann, so klingt das für mich wie „Alles oder nichts”. Entweder das Buch Mormon ist das, was der Prophet Joseph Smith von ihm gesagt hat, oder die Kirche und ihr Gründer sind falsch und das Ganze ist von Anfang an ein Betrug.
Nicht alles im Leben ist entweder schwarz oder weiß, aber was die Echtheit des Buches Mormon und seine Schlüsselrolle in unserem Glauben angeht, so trifft genau das zu. Entweder war Joseph Smith ein Prophet, wie er es gesagt hat, dem, nachdem er den Vater und den Sohn gesehen hatte, später auch der Engel Moroni erschien, der ihn unterwies und ihm schließlich die goldenen Platten überreichte, die er dann gemäß der Gabe und Macht Gottes übersetzte – oder es war nicht so. Und wenn es nicht so war, dann verdient er es nicht einmal, als Volksheld von Neuengland oder als wohlmeinender junger Mann oder als Verfasser eines bemerkenswerten Romans bezeichnet zu werden, wenn wir bedenken, was Präsident Benson gesagt hat. Nein, dann darf man ihn auch nicht für einen großen Lehrer oder einen bedeutenden amerikanischen Propheten oder den Urheber eines literarischen Werkes von großer Weisheit halten. Wenn er gelogen hat, was das Hervorkommen des Buches Mormon betrifft, so ist er gewiß nichts dergleichen.
Ich empfinde da ähnlich wie C.S. Lewis, der einmal über die Göttlichkeit Christi gesagt hat: „Ich möchte jeden davon abhalten, etwas so Törichtes zu sagen, wie viele Leute es tun, nämlich: ,Ich akzeptiere Jesus gern als großen Lehrer, aber seinen Anspruch, Gott zu sein, akzeptiere ich nicht' Genau das dürfen wir nicht sagen. Ein Mann, der nur ein Mensch ist und das sagt, was Jesus gesagt hat, kann kein großer Lehrer sein. Entweder ist er geistesgestört - wie der Mann, der sich für ein pochiertes Ei hält – oder er ist der Teufel seibst. Sie müssen sich entscheiden. Entweder war und ist dieser Mann der Sohn Gottes – oder er ist ein Verrückter oder etwas noch Schlimmeres. Man kann ihn als Narren einsperren, ihn anspeien oder ihn als Dämon töten; oder man kann ihm zu Füßen fallen und ihn Herr und Gott nennen. Aber lassen wir den gönnerhaften Unsinn, ihn als großen humanistischen Lehrer zu bezeichnen. Diese Möglichkeit hat er uns nicht gegeben. Das lag auch gar nicht in seiner Absicht.” (Mere Christianity, New York, 1960, Seite 40, 41.)
Ich schlage vor, daß wir dieselbe kühne Alles-oder-nichts-Behauptung in bezug auf die Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi und den göttlichen Ursprung des Buches Mormon aufstellen. Wir müssen es tun. Die Vernunft gebietet es. Akzeptieren Sie Joseph Smith als Propheten und das Buch Mormon als das auf wundersame Weise offenbarte Wort des Herrn, oder überlassen sie Mann und Buch zur Strafe für den furchtbaren Betrug dem Hades. Aber beschreiten wir keinen bizarren Mittelweg, indem wir von der wunderbaren Vorstellungskraft eines Jungen oder seiner bemerkenswerten Fähigkeit reden, sich gewählt auszudrücken. Das ist ein unhaltbarer Standpunkt – in moralischer, literarischer, historischer und auch theologischer Hinsicht.
Wie das Wort Gottes schon immer war – und ich bezeuge erneut, daß das Buch Mormon schlicht und einfach das Wort Gottes ist –, so ist auch dieser Bericht „schnell und kraftvoll, schärfer als ein zweischneidiges Schwert, so daß es Gelenke und Mark zerteilt” (LuB 6:2). Das Buch Mormon ist wirklich so schnell und so kraftvoll. Und ganz sicher ist es so scharf. Es gibt in unserer Geschichte und in unserer Botschaft nichts, was so einschneidend ist wie die kompromißlose Behauptung, daß das Buch Mormon das Wort Gottes ist. Davon gehen wir nicht ab.
Darf ich klarstellen, wo ich in bezug auf Joseph Smith stehe – eine Haltung, die ich aufgrund des Buches Mormon einnehme. Ich bezeuge mit der ganzen Gewißheit meiner Seele, daß Joseph Smith mit einem Engel gesprochen und von ihm goldene Platten aus alter Zeit erhalten hat. Ich bezeuge das mit solcher Gewißheit, als ob ich gemeinsam mit den drei Zeugen den Engel Moroni gesehen oder mit den drei und den acht Zeugen die goldenen Platten gesehen und in Händen gehalten hätte.
Das Buch Mormon hat mein Leben verändert, hat mir gezeigt, daß das Evangelium Jesu Christi wiederhergestellt worden ist, und hat mich mit Herz und Seele mit der Kirche verbunden. Für mich ist es das heiligste Buch der Weltliteratur. Es spielt im intellektuellen und geistigen Bereich meines Lebens eine herausragende Rolle. Es ist der Klassiker überhaupt, eine erneute Bestätigung der Bibel, eine Stimme aus dem Staub, ein Zeuge für Christus, das Wort des Herrn zur Errettung.

Elder Jeffrey R. Holland, vorn Kollegium der Zwölf Apostel Juni 1996

Weiteres Material dazu
„Meine Worte … hören nie auf“ von Elder Jeffrey R. Holland mp3 dazu

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